Die Kosten einer Scheidung sind ganz unterschiedlich hoch oder niedrig

Es wäre an dieser Stelle falsch, Ihnen falsche Hoffnungen rundum die Scheidungskosten zu machen. Die Scheidung und die Kosten unterscheiden sich vor allem auch daran, wie unterschiedlich die Auffassung beider Ehepaare zum Thema Scheidung sind. Als Beispiel, wenn Sie sich scheiden lassen möchten, aber der Ehepartner nicht, dann können Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Kosten sich erhöhen werden, weil dies teilweise bis zu einem entscheidenden Richter gehen wird. Das Trennungsjahr und eine einvernehmliche Scheidung ist zudem die günstigste Variante, aber das haben Sie sich doch bestimmt gedacht oder?

Scheidungskosten
Bei einer Scheidung sind Kosten ein wichtiges Thema

Die Scheidung und Kosten sind ganz unterschiedlich zu bewerten

Eines bleibt weiterhin festzuhalten, die einvernehmliche Scheidung mit dem gesetzlich vorgeschriebenem Trennungsjahr ist die wohl günstigste Art, wie Sie sich scheiden lassen können. Um das Scheidungsjahr werden Sie nicht drum herum kommen, sodass es natürlich angemerkt werden muss. Eines ist jedoch deutlich geworden, wenn auch nur ein Partner sich weigert, die Scheidung einvernehmlich zu akzeptieren oder die Scheidungspapiere zu unterschreiben, dann geht es bis zum hohen Gericht, wo ein Richter die Ehe dann als gescheitert anerkennen muss. Das dies mehr Kosten bedeutet, darf wohl anzumerken sein. Denn ein Richter, die vorherige Bestandsaufnahme des Falls, die Anwaltskosten & Co müssen am Ende alle bezahlt werden.

Die Scheidung Kosten können von Ihnen selber minimiert oder erhöht werden

Die Scheidung Kosten sollten natürlich, auch aufgrund der finanziell ohnehin angespannten Lage, gering gehalten werden. Das geht am besten, indem Sie sowie Ihr Partner mit der Scheidung einverstanden sind. Sie sollten das Trennungsjahr also nutzen, falls das Einverständnis nicht einvernehmlich ist, dass Sie den Partner davon überzeugen, dass es für beide die günstigere Alternative einer Scheidung ist. Die Scheidung und Kosten können sonst deutlich teurer werden und vielleicht kennen Sie die Gerüchte, dass Geschiedene sagen, das Teuerste an der Hochzeit, war die Scheidung. Das hat natürlich seine Gründe, aber Sie sind unmittelbar mit für die mögliche Kostenspirale verantwortlich.

Die Scheidung ist ohnehin schon schwierig genug, wenn man sich eingestehen muss, dass die Ehe und die ewig geglaubte Liebe in die Brüche geht. Doch deswegen muss man es kostenintensiv auf keinen Fall übertreiben. Deswegen ist es hilfreich, dass Sie beide einverstanden mit dem Eheaus sind und der kommenden Scheidung, weil Sie so beide viel Geld sparen werden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann die Ehe ein wenig treuer werden. Überlegen Sie es sich also gut mit Ihrem Partner, welche Schritte Sie wirklich eingehen werden. Eine Scheidung muss nicht zu teuer sein, aber sie kann.

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Ende ohne Schrecken: Der Scheidungsantrag

Leider muss man einen traurigen Trend in den vergangenen Jahren wahrnehmen. Jede dritte Ehe in Deutschland wird innerhalb der ersten 25 Jahre geschieden. Die Gründe für das aus der ehelichen Gemeinschaft sind dabei sehr vielseitig. Galt die Ehe in vergangenen Zeiten noch als Existenzsicherung für die Frau gilt das Ja-Wort heute oft als Glücksquelle und sicherer Halt. Doch nicht selten hält das Glück auch dem stressigen Alltag stand, Streit ist vorprogrammiert, die Beziehung scheitert, der Scheidungsantrag wird eingereicht. 

Scheidungsantrag

Wie geht das eigentlich mit dem Scheidungsantrag?

Wenn sich das Ehepaar nicht mehr als ein solches versteht, und das Zusammenleben der beiden Partner nicht mehr möglich ist, gilt die Ehe nach deutschem Recht als gescheitert. Da ein Gericht aber selten die bestehenden Gründe für das Scheitern der Ehe herauskristallisieren kann, wird als Maßstab für das Ende der Ehe das sogenannte Trennungsjahr angesehen. Dieses Trennungsjahr muss eingehalten werden um die Ehe auch offiziell beenden zu können. Leben beide Partner auch nach dem Ehe-Aus unter einem Dach, müssen sie dem Familiengericht klar machen, dass ein Jahr lang eine Trennung von Tisch und Bett erfolgte.

Das Trennungsjahr beachten

Der Scheidungsantrag kann vom betreuenden Rechtsanwalt oder vom Ehepartner erst nach Ablauf des Trennungsjahres beim Familiengericht eingereicht werden. Der Scheidungsantrag muss beim örtlichen Familiengericht eingereicht werden, und zwar bei der zuständigen Behörde, die für den Wohnort des Antragstellers zuständig ist. Auch wenn der Scheidungsantrag von dem Partner gestellt werden kann, der die Scheidung der Ehe durchführen möchte, muss die Beendigung der Ehe mit Hilfe eines Anwalts vollzogen werden. Hierbei genügt es jedoch wenn allein der Antragsteller durch einen Rechtsanwalt vertreten wird.

Welche Unterlagen benötigt mein Anwalt für den Scheidungsantrag?

Wenn Sie einen Anwalt mit dem Vollzug der Ehescheidung beauftragen, benötigt der Jurist folgende Angaben um den Scheidungsantrag stellen zu können:

  • Namen und Anschriften, dazu gehören alle Vornamen sowie die Staatsangehörigkeiten der Eheleute
  • Letzte Anschrift unter denen das Ehepaar zuletzt gemeinsam gelebt haben
  • Datum und Ort der Eheschließung, nachgewiesen ist dies durch das Vorlegen der Heiratsurkunde
  • Namen der Kinder sowie deren Geburtsurkunden (hier werden noch Regelungen zum Aufenthalt des Kindes vorgelegt werden müssen)
  • Angaben zur Scheidung:
    Name des Ehepartners, der den Scheidungsantrag stellen möchte
    Das Datum an dem das Trennungsjahr begonnen hat
    Ehevertrag wenn vorhanden
    Nachweis über Nettoverdienst beider Ehepartner
    Unterschriebene Zustimmung über den Scheidungsantrag des anderen Ehepartners
    Nachweis über das eigene Vermögen beider Ehepartner bei Abschluss der Ehe

Nach Stellung des Scheidungsantrages

Wurde der Scheidungsantrag vom zuständigen Familiengericht angenommen, wird dem anderen Ehepartner der Scheidungsantrag zugestellt. Außerdem erhalten beide Partner Fragebögen zum Versorgungsausgleich, der den Rentenausgleich regelt. Das Gericht legt einen gerichtlichen Scheidungstermin fest, bei dem das richterlich das Ende der Ehe ausgesprochen wird.